Mittwoch, 21. November 2018

Reise(foto)kalender 2019 unserer Azoren-Rundreise

Die Fotos sind durchgesehen, aussortiert und bearbeitet. Darunter sind einige sehr schöne Fotos entstanden, welche die Azoren von ihrer typischen Seite zeigen: blaue Hortensienhecken, grüne Vulkanhügel, schwarze Lavasteinmauern, grandiose Steinküsten, märchenhafte Wälder mit Wasserfällen, Kraterseen in allen Blau- und -Grüntönen.

Die Azoren gelten (noch) als Geheimtipp für Reisende. Für Naturliebhaber und Wanderer sind sie ein echtes Paradies. Sie sind touristisch gut erschlossen - man fühlt sich sehr wohl.

Wer sich gern darauf einstimmen möchte, kann dies mit einem weiteren Reisekalender tun. Er zeigt 12 atemberaubende Fotos von 6 Azoren-Inseln für das Jahr 2019.

Archipel der Azoren im Nordatlantik
Erkundungen auf den Habichtsinseln Sao Miguel, Terceira, Flores, Faial, Pico und Sao Jorge

Die Azoren liegen malerisch im nördlichen Atlantik zwischen Nordamerika und Portugal. Traumhaft blühende Hortensienhecken und die typischen Steinmauern aus schwarzer Lava durchziehen eine verträumte Landschaft. Die Inselparadiese mit ihrem subtropischen Klima faszinieren mit erloschenen Vulkanen, türkisfarbenen Kraterseen, steilen Felsküsten, üppiger Natur und fruchtbaren Fajas: Archipel der Azoren.


Vorschau aller Kalenderblätter als PDF ansehen
 
Der Reisekalender für 2019 ist in jedem Fachgeschäft für Bücher, Schreibbedarf, Spielwaren und natürlich im Internet erhältlich.

Tischkalender DIN A5: 18,90 € – ISBN: 978-3-670-30282-7
Wandkalender DIN A4: 19,90 € – ISBN: 978-3-670-30279-7
Wandkalender DIN A3: 29,90 € – ISBN: 978-3-670-30280-3
Wandkalender DIN A2: 49,90 € – ISBN: 978-3-670-30281-0

Infos & Bestellung:
- 14 Einzelseiten, mattglänzend
- 12 Motive/Fotografien
- transparentes Deckblatt
- Drahtkammbindung, silber

Für alle, die gern bei Amazon schauen gibt es hier die direkten Links:



Archipel der Azoren im Nordatlantik (DIN A5)

Archipel der Azoren im Nordatlantik (DIN A4)

Archipel der Azoren im Nordatlantik (DIN A3)

Archipel der Azoren im Nordatlantik (DIN A2)

Donnerstag, 5. Juli 2018

Abschied von den Azoren


Der heutige Tag beginnt recht früh, genau um 4 Uhr. Das Taxi zum Flughafen ist für 4:50 Uhr bestellt. Also bloß nicht bummeln. Um 4:40 Uhr sind wir so weit und fahren mit dem Fahrstuhl in die Lobby. Dort läuft der Fernseher, die Rezeption ist beleuchtet, aber es ist keiner da. Na gut was solls, dann legen wir ihm die Schlüssel auf den Tresen und warten vor der Tür auf unser Taxi. Gesagt getan. Allerdings ergibt sich da ein kleines Problem, denn die Glasschiebetür ist zu und geht nicht auf. Wir schauen also wo sich hier der Rezeptionist herum treibt, schließlich kommt das Taxi jeden Moment. Das Taxi kommt, noch bevor ich jemanden finden kann. Der Taxifahrer erkennt das Problem und legt Hand an. Er schiebt die Tür einfach mit einem kräftigen Ruck auf und schon können wir raus. Nachdem unser Gepäck im Taxi verladen ist, kommt auch der Rezeptionist angerannt, nur leider zu spät. Als wir davon fahren steht der Rezeptionist ratlos an seiner Tür und scheint zu überlegen wie er sie wieder zu bekommt.
Die Stadt war leer und so geht es für uns in weniger als 10 Minuten zum Flughafen. Hier ist zwei Stunden vor dem ersten Flug des Tages noch überhaupt nichts los. Alles hat noch zu, selbst der Check-in-Schalter. So reihen wir uns dort als erste in die nicht vorhandene Schlange ein, was anderes haben wir so wie so nicht zu tun. Knapp 10 Minuten später öffnen die Check-in-Schalter und wir sind die ersten. In der kurzen Zeit hat sich auch schon eine recht lange Schlange gebildet, so dass man nun, wenn man sich anstellt, bestimmt 30 Minuten warten muss. Auch wir müssen wieder ein wenig warten, denn die Sicherheitskontrolle ist auch noch nicht bereit. So trinken wir in Ruhe unsere letzte mitgebrachte Flasche Wasser aus, bevor es durch die Sicherheitskontrolle geht.
Nun war geplant zu frühstücken, das Café dafür wurde auch gerade geöffnet und wir stellten uns an. Es gab doch tatsächlich ein amerikanisches Frühstück hier und das sah auf dem Bild gar nicht schlecht aus. Also habe ich es versucht. Das was geliefert wurde, hatte mit einem amerikanischen Frühstück nicht viel gemeinsam. Es hätte eher ein englisches Frühstück sein können. Egal, wenn man Hunger hat, isst man auch das.
Weiter geht es in den Duty-Free Shop, denn wir wollten noch etwas mitnehmen, was es nur in Glasflaschen gibt. Da uns das zu heikel im aufgegebenen Gepäck war, blieb uns nur dieser Weg. Bei den Preisen haben wir aber von steuerfrei nichts gemerkt, da die Preise dennoch etwas höher als im Laden waren. Zugeschalgen haben wir dennoch.
Das für 6:30 Uhr angekündigte Bording begann um 6:50 Uhr. Es gab wieder schönes Gedränge, obwohl dieses Mal jeder einen festen Sitzplatz hatte. Wir saßen dieses Mal wieder recht weit vorn in Reihe 9. In Reihe 8 saßen 2x Eltern mit je einem Kleinkind. Das Kleinkinder gerade bei Start und Landung gern mal weinen ist ja vollkommen normal und auch gar kein Problem. Wenn dann aber die Mütter meinen Freundschaft schließen zu müssen, ist das auch kein Problem, es sei denn sie Sitzen beide am Fenster und schreien sich über 6 Reihen hinweg an, so dass rund herum keiner mehr ein Auge zu tun kann. So waren die 4,5 Stunden Flug dann nicht so ruhig wie erhofft.
Von uns aus kann es los gehen...

Aber wir müssen noch warten...

...und warten...


...und warten.

Dann geht es endlich los.

Die letzten Blicke auf die Insel Sao Miguel.

Dann gab es gut 4 Stunden lang nur Wolken.

Mainz von oben

Eine Runde um den Flughafen von Frankfurt.

Beim Landeanflug ging es an der Skyline von Frankfurt entlang.
In Frankfurt kommen wir um kurz vor 14 Uhr an. Nun geht es mit dem Bus ins Terminal 2 um die Koffer abzuholen. Hier dauert es ein wenig, da unsere Koffer erst gegen Ende der Gepäckausgabe dabei sind. Nun ist es schon 14:30 Uhr. Um zum Bahnhof zu kommen, nehmen wir den Skytrain ins Terminal 1, denn so kommen wir auf dem Weg zum Bahnhof noch „zufällig“ am Starbucks vorbei, an dem wir nie vorbei kommen. Also kurzer Boxenstopp und weiter geht’s Richtung Bahnhof. Dort angekommen, erst einmal am Fahrkartenautomat anstellen, denn wir müssen noch unsere Rail&Fly Tickets abholen. Gesagt getan. Als ich die Fahrkarten habe, fragt mich ein junges Pärchen hinter mir, ob ich ihnen helfen kann eine Fahrkarte nach Frankfurt Hauptbahnhof und am Abend wieder zurück zu kaufen. Klaro denke ich mir noch so und helfe gern. Beim Tippen fällt mir auf, das auch ich meine gute Mühe habe, dort ein Ticket heraus zu bekommen. Als wir dann bei "jetzt kaufen" waren, sagt der Automat doch tatsächlich, dass er nur für überregionale Fahrkarten ist und die Regionalen am anderen Automat geholt werden müssen. Das bekommen die beiden jetzt allein hin und so geht es für uns weiter zu unserem Gleis.
Als Abfahrtszeit hatte ich einen ICE Richtung Dresden herausgesucht und war der Meinung er fährt um 15:05 Uhr. Als wir um 15:03 Uhr auf dem Bahnhof ankommen hören wir einen Pfiff und für uns reicht es gerade noch um einzusteigen. Da war doch die tatsächliche Abfahrtszeit 15:01 Uhr.
Es geht also schon mit leichter Verspätung Richtung Frankfurt Hauptbahnhof und dann weiter Richtung Gotha, wo wir eigentlich umsteigen wollen. Da wir beim Halt in Fulda aber schon 5 Minuten Verspätung haben, heißt es Alternativen suchen. Die beste Möglichkeit wäre bis Erfurt durchzufahren und dort mit einer Stunde Wartezeit auf den Anschluss Zug zu warten. Da der Lockführer aber ordentlich Gas gibt, erreichen wir am Ende Gotha sogar 2 Minuten vor der Zeit und so können wir doch umstiegen. Der nächste Umstieg erfolgt gleich in Neudietendorf, hier haben wir 11 Minuten Umstiegszeit und auch das reicht aus. Man merkt aber auch gleich beim Einsteigen in den Zug, dass das Rudolstadt Festival dieses Wochenende stattfindet. Der Zug war voll und sehr viele hatten auch reichlich Gepäck dabei, so dass wir erst einmal einen Platz für unser Gepäck finden mussten. Nun war es mit dem Umsteigen für uns vorbei und wir mussten nur noch bis zur Endhaltestelle fahren. Diese erreichten wir mit 3 Minuten Verspätung, so dass wir am Ende kurz vor 19 Uhr wieder vor unserer Haustür standen.
Noch eine Anekdote am Rande: unser Auto stand ja am Bahnhof mit einem Parkschein bis morgen bestückt. Bei unserer Ankunft konnte man allerdings nur noch erahnen, was mal auf dem Parkschein stand, da er durch die Sonne vollkommen ausgeblichen war. Das kontrollierende Ordnungsamt hatte sich wahrscheinlich gemerkt bis wann wir parken, denn es hing kein Knöllchen dran.
Das soll es für diese Reise gewesen sein. Alles was jetzt noch bleibt ist:

Die Statistik: Geflogen sind wir rund 4000 km, mit dem Zug rund 4 Stunden quer durch Deutschland, Bilder gab es rund 110. Das Wetter war mit 21 °C und Sonnenschein bzw. 26 °C in Deutschland und mit 19 °C und Regen in der Heimat durchwachsen.
Wir freuen uns, wenn ihr demnächst wieder mit uns auf Reisen geht,
Jana & Kai

Ein langsamer Abschied

Ein letztes Mal ohne Wecker aufstehen und das sogar freiwillig kurz vor 8 Uhr. Zum Frühstück ging es schon um 8:30 Uhr (wir werden tatsächlich immer schneller…).  Beim Frühstück dauerte es aber eine Weile, da am Nachbartisch auch Deutsche saßen und wir sehr ausgiebig ins Gespräch gekommen sind.
Unsere heutige Aussicht zum Frühstück 
Dann Sachen packen und auschecken um Punkt 10 Uhr. Dann noch schnell in den Supermarkt um die Ecke, denn wir hatten mit den Wasservorräten gut geschätzt, aber 1,5 Liter haben am Ende noch gefehlt. Nun ging es aber auf und mit dem Auto immer an der Südküste entlang immer gen Osten, solange es uns die Uhr erlaubt. Als erstes stand die „Fajã dos Vimes“ auf der Tagesordnung. Für mich war die Fajã selbst nicht so das Highlight, sondern eher der Weg dahin. Die Straße wurde immer schmaler, bis teilweise nur noch ein Auto dort lang passte. Google Maps hatte die Straße dann auch nicht mehr verzeichnet, aber zu dem Zeitpunkt gab es nur noch diese eine Straße.
Fajã dos Vimes

Fajã dos Vimes


Wassermühle bei Fajã dos Vimes
Dann ging es weiter gen Osten zur „Fajã de São João“. Auch hier war der Weg ein kleines Abenteuer. Er war nicht nur schmal, sondern auch steil. Zum Teil so steil, dass es nur noch im ersten Gang vorwärts ging. Nebenbei sei aber auch erwähnt, dass die Mietwagen hier zum Großteil mit der minimalen Motorisierung unterwegs sind. In dieser Fajã fuhren wir bis zum Hafen und ließen uns etwas mehr Zeit beim Besichtigen, da klar war, dass es von hier nur noch zurück Richtung Flughafen geht. Ich prüfe gerade die genaue Fahrtdauer von der Fajã zum Flughafen, da kommt Jana zum Auto und sucht panisch das große Objektiv. Für mich war klar, dass da mal wieder irgendwo eine Eidechse oder ein Vogel sitzt…

Als dann von ihr der Zusatz schau mal da im Wasser kam, suchen schon zwei panisch nach dem Objektiv, denn im Wasser tummelten sich Delphine. Sie waren sehr nach am Strand, so dass man sie gut sehen konnte und sie hatten offensichtlich Spaß. Sie sprangen wie verrückt. Als wir das große Objektiv endlich an der Kamera hatten war die Springerei leider auch schon wieder vorbei. Ein paar Bilder sind dennoch entstanden. Es waren in Summe etwa 10 Delphine.

Jana lief nun mit der Kamera durch den Ort und ich fuhr hinterher bzw. voraus. Am Ortsausgang trafen wir uns wieder und es ging langsam Richtung Flughafen, natürlich nicht ohne noch den einen oder anderen Aussichtspunkt anzufahren.

Hier noch die restlichen Bilder des Tages:
Der Ort Velas bei unserer Abfahrt (im Hintergrund ist Pico).



Tiefflieger in der Nähe des Flughafens.


Umsetzen der Kühe von einer Weide zur Nächsten über die Inselhauptstraße. Der Bauer fährt mit dem Auto langsam vorweg und die Kühe laufen hinterher...


Auf einem Aussichtspunkt habe ich mich dann noch mit den Spätfolgen unserer Pico-Wanderung auseinander gesetzt. Meine Wanderschuhe haben bei dieser Wanderung ein Stück Sohle eingebüßt, so dass es keinen wirklichen Sinn macht sie wieder mit nach Hause zu nehmen, da eine Reparatur nicht möglich ist bzw. keinen Sinn macht.
Keine Angst, die Schuhe wurden nicht ausgesetzt, sondern der fachgerechten Entsorgung zugeführt.
Weiter ging es zur Tankstelle, denn der Mietwagen muss vollgetankt zurückgegeben werden. Dann ging es die letzten 10 Minuten auf der Inselhauptstraße zum Flughafen. Dort fix den Mietwagen auf den dafür vorgesehenen Parkplatz abgestellt und auf zum Mietwagenverleiher um die Schlüssel abzugeben. Blöd nur, wenn dort keiner ist. Alles war geschlossen. Okay, wir waren rund 25 Minuten früher dran als vereinbart. Also erst einmal einchecken und dann nochmal versuchen. Gesagt getan. Nur blöd, wenn dort immer noch niemand ist. Wir blieben also vorerst vor dem Securitycheck sitzen, so dass wir den Mietwagenschalter im Blick haben, denn irgendwann muss ja mal jemand auftauchen. Die junge Dame kam dann auch, allerdings etwas spät und zufällig war sie sich sicher, dass wir uns doch mit der Rückgabe im Tag geirrt haben und diese erst morgen ist. Als ich ihr sagte dass wir uns nicht im Tag geirrt haben, glaubte sie mir noch nicht so recht. Und sie hatte tatsächlich im Vertrag die Rückgabe auf einen Tag später datiert, so dass sie die Unterlagen nicht dabei hatte. Ich habe ihr spaßhalber angeboten das Auto mit nach Deutschland zu nehmen, wenn sie es nicht wieder haben will. Sie hat sich dann entschieden, es doch zu behalten und wir haben für die Rückgabe den Kundendurchschlag genommen, das ging dann auch.

Nun also ab durch die Sicherheitskontrolle und keine 10 Minuten später ab in den Flieger. So ging es für uns pünktlich nach Ponta Delgada. Hier angekommen kam unser Gepäck auch gleich mit als erstes auf dem Gepäckband an, so dass wir vor der Tür auch noch ein Taxi fanden und nicht warten mussten. Dank Festpreis ging es dann für 9 Euro in die Stadt ins Hotel, wo wir eine kurze Übernachtung haben, denn morgen geht es für uns sehr früh Richtung Deutschland. Auf meine provokante Frage beim Check-in ob ein frühes Frühstück um 4 Uhr morgens möglich sei, wusste der arme Herr nicht so recht zu antworten. Als ich ihm dann sagte, dass ich das nicht wirklich ernst gemeint habe, schien er erleichtert zu sein.
Für uns ging es, nach dem das Gepäck im Zimmer verstaut war, gleich in die Stadt, denn die hatten wir uns für den letzten Abend aufgespart. Zwischendurch noch etwas essen und dann weiter zum Sightseeing.





Gegen 21:30 Uhr ging es aufs Zimmer und dann nach dem Tagesbericht auch zügig ins Bett, denn es geht mitten in der Nacht zum Flughafen.
Die Statistik: gefahren sind wir etwa 80 km, Bilder gab es rund 350. Das Wetter war mit 24 °C, reichlich Sonne und wenig Wolken ziemlich warm.

Schlaft gut,
Jana & Kai

Mittwoch, 4. Juli 2018

Die Steilküste von São Jorge

Heute geht es ganz ohne Terminstress und ohne Wecker um 8 Uhr aus den Federn. Zum Frühstück geht es gegen 9 Uhr und fertig, um los zu fahren, sind wir gegen 9:45 Uhr. Nur wohin soll es denn heute gehen? Wir wollten zuerst schauen, was unser Muskelkater so macht, bevor wir uns entscheiden. Und da wir eher ein Muskelkätzchen als einen Kater haben, entscheiden wir uns für eine Wanderung. So geht es in den Norden der Insel. In der Nähe von „Norte Grande“ gibt es einen Rundwanderweg zum „Fajã d' Além“ und den werden wir wandern. Ein Fajã ist eine Küstenebene die zwischen der Steilküste und dem Meer liegt. Wir beginnen die Wanderung an der kleinen Kirche, wohlwissend das es rund 450 Höhenmeter hinab und am Ende auch wieder herauf geht. Zuerst geht es durch den Ort, dann auf einem kleinen Weg zwischen den Weiden entlang, bis wir die Steilküste erreichen. Dann geht es einen schmalen Pfad hinunter bis zum Meer und der Ebene. Der Weg scheint auch nicht allzu häufig benutzt zu werden, denn viele Steine sind auf dem Weg mit Moos überzogen, so dass es stellenweise recht glatt ist. Hinter fast jeder Kurve des Weges gibt es eine neue Aussicht und so kommen wir nicht sehr schnell voran.
Der erste Blick die Steilküste hinunter.

Hier kann man das Ziel schon erkennen.

Das Ziel der Wanderung



 
Nach knapp zwei Stunden sind wir unten angekommen. Da es nun schon kurz vor 12:30 Uhr ist, beschließen wir uns auf der Ebene einen Platz zu suchen um unsere Mittagspause dort zu verbringen. Im Reiseführer steht, dass die Häuser hier nur noch zum Teil bewohnt sind und es sich dabei nur um Wochenend- und  Ferienhäuser handelt. Wir haben kein einziges unbewohntes Haus gesehen, auch wenn wir bis jetzt noch keine Menschenseele hier gesehen haben. Alle Häuser sind aber gut in Schuss.
Wir finden einen Platz mit Meerblick und lassen uns für die Mittagspause hier nieder.

Ein Platz zum Essen

Ein 360° Rundumblick
Während unserer Pause entdecken wir zwei Leute, die auf einem der Felder zu arbeiten scheinen. Also ist hier vielleicht doch mindestens ein Haus bewohnt? Noch während unserer Pause kommt ein älteres Paar vorbei und spricht uns auf Portugiesisch an. Wir sprechen praktisch kein Portugiesisch, auch wenn es einige Parallelen zum Spanischen und Französischen gibt. So klären wir mit Händen und Füßen von wo wir gerade kommen. Aus welchem Land wir kommen und weitere Kleinigkeiten. Prompt werden wir auf ein Glas Wein zu den beiden eingeladen und man merkt schon, dass die zwei Gesprächsbedarf haben. Aber wir lehnen dankend ab, denn wir wollen weiter. Das akzeptieren die beiden und gehen ihren Weg. Nachdem wir unser Essen verspeist haben, geht es auch für uns weiter und der Weg bringt uns über die Ebene immer zwischen den Häusern durch.
Wein wird hier jede Menge angebaut


Und auch anderes Gemüse. Im Vordergrund: Paprika.
Es dauert nicht lange und wir kommen an einem Haus vorbei, das tatsächlich aktuell bewohnt aussieht. Es steht auch die Tür offen und wir werden schon erwartet. Es handelt sich natürlich um das ältere Pärchen von vorhin. Wir konnten ja nicht ahnen, dass der Wanderweg praktisch bei ihnen durch den Garten geht. Nun bleiben wir doch hängen und der Wein wird doch noch aus dem Keller geholt. Die Kommunikation läuft mittels Google-Übersetzer mühsam, aber es funktioniert. Zum Glück gibt es hier unten als Datenverbindung wenigstens ein Edge-Netz. So erfahren wir, dass die beiden nicht das ganze Jahr hier sind und wie z. B. die ganzen Sachen hierher kommen, da es weder Straßen noch Bootsverbindung hierher gibt. So vergeht die Zeit und aus einem Glas Wein werden mehrere bevor wir uns los reisen können. Zum Abschied gibt es noch ein nettes Foto.
Prost!

Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben.
Nun heißt es für uns die Steilküste wieder hinauf zu gehen. Auf der Seite, die wir jetzt vor uns haben, sind viel mehr Treppenstufen verbaut und die Steine sind auch nicht mit Moos überzogen. So kommen wir schneller voran, auch wenn es hinter jeder Kurve eine andere Aussicht gibt.



Hier kann man ein wenig erahnen wie steil es hier bergauf und -ab geht.


Bald sind wir wieder oben an der Straße angekommen. Nun müssen wir noch rund 20 Minuten die Straße entlang laufen, um wieder zum Startpunkt und unserem Auto zurück zu kommen. So laufen wir die Inselhauptstraße entlang, auch wenn es keinen Bürgersteig gibt. Da die Straße hier aber recht wenig befahren ist, kommen in der Zeit, in der wir dort entlang laufen, keine 10 Autos gefahren.

Wieder zurück am Auto müssen wir feststellen, dass wir für die offizielle 3 Stunden Wanderung doch tatsächlich knapp 5 Stunden benötigt haben.
Wir beschließen, dass es genug ist mit Wandern für heute und so geht es zurück ins Hotel, allerdings auf einer Route, die wir bisher noch nicht gefahren sind.

Unsere temporäre Heimat Velas.
Zurück im Hotel gönnen wir uns auf der Terrasse erst einmal eine Tasse Tee, auch wenn es nicht 5 Uhr ist.
Ein Tee mit Aussicht.
Gegen 19 Uhr geht es dann für uns ins Restaurant von nebenan. Hier gibt es heute frischen Fisch für uns.

Nach dem außerordentlich guten Essen geht es zurück ins Hotel, denn ihr wollt ja auch noch was lesen und anschauen. So geht der Tag dann auch recht schnell zu Ende.

Die Statistik: gefahren sind wir etwa 32 km, Bilder gab es rund 330. Das Wetter war mit 21 °C, wenig Sonne und vielen Wolken zum Wandern sehr angenehm.
Bis morgen,
Jana & Kai