Mittwoch, 26. Dezember 2012

Auf zum „Tongariro National Park“

Wecken erst um 7:30 Uhr, wir haben heute Morgen nicht so viel Zeitstress. Dann der Übliche Morgensport (Aufstehen, Frühstücken, Packen, Auschecken). Allerdings blieb das Auto noch ein wenig in der Tiefgarage(dafür mussten wir nicht einmal extra Zahlen), denn es war ein Stadtrundgang angesagt.
Wellington gestern Nacht

Wellington gestern Nacht


Ein Stückchen Fußgängerzone

Ziel war das „Te Papa Tongarewa“ (New Zealand National Museum). Der Weg war nur 1,6 Km lang und führte uns durch die Fußgängerzone. Hier war um 9:45 Uhr noch fast nichts los. Ob das am „Boxing Day“ (2. Weihnachtsfeiertag) liegt? Am Museum sind wir um kurz vor 10 Uhr. Es ist relativ Modern, von außen wie von innen. Es wurde für 317 Mio. NZ$ gebaut und ist mit modernster Multimediatechnik ausgestattet. Und das Beste ist: Freier Eintritt. Es wird lediglich um eine Spende gebeten. Das Museum ist riesig und wir müssen schnell einsehen, dass 2 Stunden Zeit viel zu wenig sind. Wenn man sich das ganze Museum in Ruhe anschauen möchte, sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen. Für ein schnellen Besuch reicht sicherlich auch ein halber. Da wir nur 2 Stunden hatten, haben wir uns auf die Flora und Fauna von Neuseeland und auf die Maori Kultur konzentriert. Nebenbei haben wir noch das Thema Tektonische Platten und Erdbeben gestreift. Es gibt im Museum sogar einen kleinen Erdbebensimulator. Das ist ein kleines Haus, in das man gehen und sich durchschütteln lassen kann. Ich sage zum Museum: „echt sehenswert!“.


Kiwis überall Kiwis


Interaktive Karte. Beim Betreten der Karte, werden die Infos an der Wand angezeigt.

Ein kleines "Maori Kanu"

Maori Haus


Kurz vor 12 Uhr ging es zurück zum Auto (jetzt war in der Stadt auch viel mehr los) und auf in Richtung „Tongariro National Park“. Vor der „großen“ Fahrt gab es noch einen kurzen Zwischenstopp um die Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen und um Mittag zu essen. Dann wurden die verbleibenden 3,5 Stunden durchgefahren. Unterwegs wechselte das Wetter von Sonnenschein auf Wolkenbruch.

Ein wenig schlechts Wetter...


Ein kleines Schloss am Vulkan.

Um 17:55 Uhr kamen wir noch gerade rechtzeitig am Visitor Center des Nationalparks an um die Infos für die morgige Beschäftigung einzuholen. Was genau verraten wir noch nicht…

Dann hieß es Hotelzimmer beziehen. Heute würde ich sagen: "klein und nicht so fein", aber was soll‘s, wir schlafen ja hier nur und sind tagsüber unterwegs. Wenn man im Nationalpark wohnt muss man halt Abstriche machen. Nach dem Abendbrot liefen die Vorbereitungen für morgen an und dann hieß es schon Bettfertig machen, denn der Tag neigt sich dem Ende.

Die Statistik: Gefahren 360 Km (4 Stunden), Bilder rund 120, 1 Stunde „gewandert“, Wetter 30°C Sonne ab Nachmittag 16°C und Regen.
Gute Nacht vom Hang eines aktiven Vulkans sagen
Jana & Kai

Dienstag, 25. Dezember 2012

Weihnachten auf See oder im San Francisco von Neuseeland?


Heute klingelte der Wecker um 7 Uhr – Termindruck… Heute gab es dann auch wieder unseren beliebten Morgensport (Aufstehen, Frühstücken, Packen, Auschecken), wobei dem Packen heute eine besondere Bedeutung zukam, da es heute aufs Meer gehen sollte. Also musste alles in die Taschen gepackt werden. Das war gar nicht so einfach, da unsere Essenvorräte zwar gering aber dennoch vorhanden waren. Am Ende musste ein fast leeres Glas Konfitüre einsam im Hotel zurückbleiben, weil wir es nicht mehr unterbekommen haben. Auschecken war für 8:45 Uhr Avisiert, was auch auf den Punkt geklappt hat. Dann ging es auf nach „Picton“ zum Schiff. Das ist eine Fahrt von rund 2 Stunden. In Picton angekommen hieß das Motto „Tankstelle suchen“. Nicht dass es schwierig ist eine Tankstelle zu finden, nein, das Schwierige ist eine Tanke zu finden die am „Christmas Day“ geöffnet hat. Die dritte Tankstelle die uns das Navi dann angewiesen hat, hatte dann auch geöffnet, so dass wir den Mietwagen Vollgetankt zurückgeben konnten. Nach der Mietwagenrückgabe ging es ans einchecken bei der Fähre. Das einchecken und Gepäckabgeben ging effektiv in 2 Minuten, inklusive Small Talk, denn es war praktisch niemand weiter da. Wir hatten nun noch rund eine Stunde Zeit, bis wir anbord gehen durften. Also war Zeit für das Mittagessen und auch Zeit zum Zuschauen wie unsere Fähre festgemacht und be- und entladen wurde. Gegen 12:40 Uhr ging es dann an Bord und Pünktlich um 13:10 Uhr wurde abgelegt. Voll war die Fähre bei weitem nicht. Ich würde schätzen, dass ca. 250 – 300 Leute auf der Fähre waren. Maximal dürfen 1650 drauf.
Picton beim Ablegen





Jetzt geht es auf das offene Meer. Im Hindergrund ist die Nord-Insel zu sehen.

Der Weihnachtsmann kommt auch auf das Schiff.



Nach 3 Stunden und 10 Minuten machten wir in Wellington fest. Nun ging es wieder runter von Bord, das Gepäck einsammeln und wieder einen Mietwagen holen. Es gab wieder einen Ford Mondeo allerdings in Dunkelgrau und schon um einiges „älter“. Er hat schon fast 30.000 Km auf dem Buckel und sieht schlimmer aus als mein Fabia nach 8,5 Jahren. Ein Mietwagen eben.
Dann ging es durch die Innenstadt ins Hotel. Da es hier praktisch keine Parkplätze gibt konnte das Hotel mit seiner Tiefgarage punkten. Die Kostet auch nur 20 NZ$ die Nacht. Dafür ist unser Auto auch „ganz Sicher“ wurde uns versichert. Nach Bezug des Zimmers gab es gleich ein frühes Abendbrot (17:30 Uhr). Im Anschluss ging es nochmal ins Auto und durch die Stadt. Da heute wegen dem Feiertag nichts geöffnet hat, ging es nur auf den Mt. Viktoria Aussichtspunkt und auf dem Rückweg durch die Innenstadt, für ein wenig Sightseeing per Auto. Hier ein paar schöne Bilder:



Herr der Ringe lässt grüßen


Der Hafen von Wellington

Der Flughafen von Wellington

Die Innenstadt von Wellington

Die Innenstadt von Wellington II

... und überall Viktorianische Häuser



Was uns gleich bei der Fahrt ins Hotel aufgefallen ist, ist, das Wellington eine gewisse Ähnlichkeit mit San Francisco hat. Zumindest für uns. Es geht hier genauso bergauf und bergab. Ebenso gibt es viele Häuser im Viktorianischen Baustil. Ein Cable Car gibt es auch. Ob das alles nur Zufall ist?

Die Tagesstatistik: Gefahren 150 Km (2,5 Stunden), Bilder rund 260, 0,5 Stunden „gewandert“, Wetter 30°C Sonne zeitweise leicht bewölkt.

Und auch heute verabschieden wir uns Landestypisch mit „Mary Christmas“. Bis bald sagen,
Jana & Kai

Montag, 24. Dezember 2012

Heiligabend am Strand im Abel Tasman National Park

Heute ging es um 7:30 Uhr aus den Federn. Da wir hier im Hotel noch eine Nacht sind, mussten wir nur uns fertig machen und Frühstücken. Abfahrt war 8:45 Uhr Richtung „Abel Tasman National Park“. Die Fahrtzeit betrug ziemlich genau eine Stunde und so standen wir um 9:45 Uhr beim Wassertaxi. Mit dem Wassertaxi haben wir uns in die „Bark Bay“ fahren lassen. Das Wassertaxi ist eine interessante Sache, denn dort wo die Taxis starten oder enden ist National Park und da werden keine Stege gebaut. Also wurde am Startpunkt mit einem Traktor mit Anhänger auf dem das Boot war, vorgefahren und man durfte auf das Boot auf dem Anhänger aufsteigen.

Dann wurden Rettungswesten ausgegeben und es wurde peinlichst genau darauf geachtet, dass auch jeder die Weste anzieht. Dann ging es über die Straße zum Wasser. Dann wurde Kurzerhand mit dem Traktor und dem Anhänger ins Wasser gefahren. Da dort eine Sandbank war und es sehr flach rein ging, war das kein Problem. Dann stieg der Skipper, der bis jetzt auf dem Traktor saß um auf das Boot und ein anderer Kollege fuhr den Traktor soweit rückwärts ins Wasser, das, das Boot zu schwimmen begann und schon ging die Fahrt los.

 
Kaum waren wir runter von der Sandbank hieß es Vollgas. Dann merkte man schnell das das eigentlich kein Taxi sondern eher ein Speedboot war. Mit raseneder Geschwindigkeit ging es zur „Bark Bay“. Dort wurden wir abgesetzt. Da es keine Stege gibt hieß es hier Schuhe aus und Hose hochkrämpeln und rein ins Wasser. Ich hatte die Hose bis zu den Knien hochgekrämpelt, nur leider ging das Wasser noch 10 cm höher. Also war die Hose schon mal nass. Da Jana nach mir ausstieg konnte sie mit trockener Hose an Land kommen. Da hier heute wunderschöner Sonnenschein war waren sowohl die Füße als auch die Hosen in kurzer Zeit trocken. Da wir so wie so noch unser Mittag gegessen haben ging es erst 12:10 Uhr los mit Wandern. Das Tagesziel lag an der Taxistation 25 Km entfernt. Da es hier die Berge auch direkt am Meer gibt könnt ihr euch vorstellen, dass es nicht nur geradeaus ging. Wir sind dann praktisch von Bucht zu Bucht gelaufen. Von der „Torrent Bay“ nach „Anchorage“ konnten wir aufgrund der gerade herrschenden Ebbe eine Abkürzung über das „Watt“ nutzen. Dies hat uns gut eine Stunde extra Weg erspart. Allergins fließen dort drei kleine Flüsse durch. Da bei Flut das Gelände dort ca. 1,80 Meter unter Wasser steht gibt es natürlich keine Brücken. Die ersten zwei Flüsschen, haben wir mit Schuhen und einem kurzen Sprint absolvieren können ohne wirklich nasse Füße zu bekommen. Beim dritten Fluss ging das leider nicht so einfach, da er ca. 15 cm tief und etwa 4 Meter breit war. Also wieder die Schuhe aus und durchwaten. Auf der anderen Seite die Füße Lufttrocknen und weiter ging es. Alles in Allen haben wir ziemlich genau 7 Stunden gebraucht, so dass wir 19 Uhr wieder am Auto waren. Wir sind uns übrigens beide einig, dass 25 Km unser Tageslimit ist. Nur gut das wir die nächsten Tage nicht wirklich zum Wandern kommen. Aber nun habe ich genug geschrieben, hier noch einige Bilder:




Hier ging das Überqueren noch mit Schuhen


aber hier nur noch ohne...

Hier könnten wir Tage verbringen...

... und hier auch.

 
Alles in Allen würde ich jedem empfehlen, der nach Neuseeland kommt für den Abel- Tasman NP mindestens 2 Tage einzuplanen, um die Schönheit des Parks genießen zu können. Die Strände sehen aus wie gemalt und das Wasser ist alles andere als kalt…

Die Statistik: Gefahren 120 Km (2 Stunden), Bilder 468, 7 Stunden gewandert, Wetter 24°C Sonne und leicht bewölkt.

Und nun wünschen wir euch allen „Mary Christmas“, so wie man hier sagt. Lasst es euch gut gehen unter dem Weihnachtsbaum. Man liest sich.
Jana & Kai