Donnerstag, 24. Juni 2010

Ein langer Tag

Kaum auf dem Bahnhof angekommen gibt es schon den ersten Schock. Unser ICE 1503 nach München fährt nicht wegen Triebwagenproblemen. Zum Glück hat man das schon Berlin festgestellt und dafür ICE 2308 geschickt. Da das aber nur ein ICE der ersten Baureihe ist, gibt es dort keine Neigetechnik das beschert uns durch das kurvige Saaletal gleich mal 15 Minuten Verspätung. Auf der „Rennstrecke“ zwischen Augsburg und München konnte der ICE wieder etwas aufholen und so kamen wir, nach vier Stunden fahrt, mit fünf Minuten Verspätung in München auf dem Hauptbahnhof an. Unseren S-Bahn Anschluss bekamen wir „just in time, so dass wir effektiv vier Minuten in München auf dem Hauptbahnhof zu Gast waren. Nach 35 Minütiger S-Bahn fahrt waren wir um 13:10 Uhr auf dem Flughafen. Da unser Flieger laut Plan 15:45 Uhr abfliegen sollte, hatten wir also genug Zeit um erst einmal in Ruhe Mittag zu essen.

Anschließend ging es zum Check-in. Hier versuchten wir uns zum Ersten mal am Check-in Automaten. Der konnte natürlich prompt unsere Reisepässe nicht lesen, drucke uns aber dennoch Tickets aus. Wir also mit den Tickets zur Gepäckabgabe. Die nette Dame am Schalter hat dann unsere Automatentickets gleich wieder zerrissen, nachdem Sie unsere Reisepässe gescannt hat. Sie druckte uns dann unsere richtigen Tickets aus. Wie ich im Gespräch gelernt habe ist es wichtig, dass auf dem Ticket ein „API OK“ steht. Ansonsten wird man beim Scurity Check gleich wieder zurück geschickt. Ok, die Tickets hatten wir jetzt also weiter zum Security Check. Hier habe ich schon riesige Diskussionen vor meinem inneren Auge gesehen. Denn nicht jeder bringt so viele Nadeln und Spritzen in Kühlgel mit. Meine Befürchtungen waren aber vollkommen umsonst. Beim ersten Check hast sich niemand für meinen Kram bzw. das Ärztliche Atest interessiert. Beim zweiten Check wollte man sich dann vergewissern das es auch wirklich Insulin ist und hat das ganze kurz in Augenschein genommen. Auch hier keine Frage nach einem Schriftstück.

Wir also weiter zum Gate. Ach wie toll, da steht ja auch schon unser Flugzeug. Und dass schon gut zwei Stunden vor dem Abflug. Wie sich dann herausstelle war das aber nicht unser Flugzeug sondern ein anderes welches aufgrund eines Defektes nicht wegzubekommen war. Irgendwann wurde das Gate dann doch noch beräumt, so das unser Flugzeug hätte kommen können, wenn ja wenn, es nicht noch in der Luft gewesen wäre. Um 14:45 Uhr Tauchte das Flugzeug dann doch mal auf. Mir war allerdings klar, das es mit dem Bording um 15:05 Uhr nichts mehr werden würde. Das Bording begann dann um 15:25 Uhr und ging recht zügig, so dass wir um 16:15 Uhr starten konnten.

Nach dem leckeren Hühnchen konnte Jana vollkommen verstehen, warum ich Lufthansa fliegen wollte. Außerdem war ihr gleich beim hinsetzen aufgefallen, das es ein paar mehr Zentimeter Beinfreiheit gibt als bei LTU. Auch das Servicepersonal unterwegs konnte durch die Ständige Präsenz überzeugen. Also alles in allen ein recht Angenehmer Flug. Nach der Landung hörte es aber schon wieder auf. Wir standen 30 Minuten auf dem Rollfeld weil unsere Parkposition noch nicht frei war. Die ganzen Einreiseformalitäten waren in 45 Minuten erledigt. Dann schnell den Mietwagen geholt (eine schönen Chrysler) noch schnell einkaufen und ab ins Hotel. Jetzt ist es 23:15 Uhr nach USA Westküstenzeit, was nach MESZ 8:15 Uhr entspricht. Der Tag war also wirklich lang…

Für die Statistik habe ich natürlich auch noch die Flugroute:

München --> Frankfurt --> Amsertdam --> Nordsee --> Farör Inseln --> Island --> Grönland --> Hudson Bay --> Winnipeg --> Saltlake City --> Las Vegas --> Los Angeles.
Das ganze in elf Stunden und dreißig Minuten

Bilder folgen später, denn wir wollen erst einmal schlafen

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