Dienstag, 25. Dezember 2012

Weihnachten auf See oder im San Francisco von Neuseeland?


Heute klingelte der Wecker um 7 Uhr – Termindruck… Heute gab es dann auch wieder unseren beliebten Morgensport (Aufstehen, Frühstücken, Packen, Auschecken), wobei dem Packen heute eine besondere Bedeutung zukam, da es heute aufs Meer gehen sollte. Also musste alles in die Taschen gepackt werden. Das war gar nicht so einfach, da unsere Essenvorräte zwar gering aber dennoch vorhanden waren. Am Ende musste ein fast leeres Glas Konfitüre einsam im Hotel zurückbleiben, weil wir es nicht mehr unterbekommen haben. Auschecken war für 8:45 Uhr Avisiert, was auch auf den Punkt geklappt hat. Dann ging es auf nach „Picton“ zum Schiff. Das ist eine Fahrt von rund 2 Stunden. In Picton angekommen hieß das Motto „Tankstelle suchen“. Nicht dass es schwierig ist eine Tankstelle zu finden, nein, das Schwierige ist eine Tanke zu finden die am „Christmas Day“ geöffnet hat. Die dritte Tankstelle die uns das Navi dann angewiesen hat, hatte dann auch geöffnet, so dass wir den Mietwagen Vollgetankt zurückgeben konnten. Nach der Mietwagenrückgabe ging es ans einchecken bei der Fähre. Das einchecken und Gepäckabgeben ging effektiv in 2 Minuten, inklusive Small Talk, denn es war praktisch niemand weiter da. Wir hatten nun noch rund eine Stunde Zeit, bis wir anbord gehen durften. Also war Zeit für das Mittagessen und auch Zeit zum Zuschauen wie unsere Fähre festgemacht und be- und entladen wurde. Gegen 12:40 Uhr ging es dann an Bord und Pünktlich um 13:10 Uhr wurde abgelegt. Voll war die Fähre bei weitem nicht. Ich würde schätzen, dass ca. 250 – 300 Leute auf der Fähre waren. Maximal dürfen 1650 drauf.
Picton beim Ablegen





Jetzt geht es auf das offene Meer. Im Hindergrund ist die Nord-Insel zu sehen.

Der Weihnachtsmann kommt auch auf das Schiff.



Nach 3 Stunden und 10 Minuten machten wir in Wellington fest. Nun ging es wieder runter von Bord, das Gepäck einsammeln und wieder einen Mietwagen holen. Es gab wieder einen Ford Mondeo allerdings in Dunkelgrau und schon um einiges „älter“. Er hat schon fast 30.000 Km auf dem Buckel und sieht schlimmer aus als mein Fabia nach 8,5 Jahren. Ein Mietwagen eben.
Dann ging es durch die Innenstadt ins Hotel. Da es hier praktisch keine Parkplätze gibt konnte das Hotel mit seiner Tiefgarage punkten. Die Kostet auch nur 20 NZ$ die Nacht. Dafür ist unser Auto auch „ganz Sicher“ wurde uns versichert. Nach Bezug des Zimmers gab es gleich ein frühes Abendbrot (17:30 Uhr). Im Anschluss ging es nochmal ins Auto und durch die Stadt. Da heute wegen dem Feiertag nichts geöffnet hat, ging es nur auf den Mt. Viktoria Aussichtspunkt und auf dem Rückweg durch die Innenstadt, für ein wenig Sightseeing per Auto. Hier ein paar schöne Bilder:



Herr der Ringe lässt grüßen


Der Hafen von Wellington

Der Flughafen von Wellington

Die Innenstadt von Wellington

Die Innenstadt von Wellington II

... und überall Viktorianische Häuser



Was uns gleich bei der Fahrt ins Hotel aufgefallen ist, ist, das Wellington eine gewisse Ähnlichkeit mit San Francisco hat. Zumindest für uns. Es geht hier genauso bergauf und bergab. Ebenso gibt es viele Häuser im Viktorianischen Baustil. Ein Cable Car gibt es auch. Ob das alles nur Zufall ist?

Die Tagesstatistik: Gefahren 150 Km (2,5 Stunden), Bilder rund 260, 0,5 Stunden „gewandert“, Wetter 30°C Sonne zeitweise leicht bewölkt.

Und auch heute verabschieden wir uns Landestypisch mit „Mary Christmas“. Bis bald sagen,
Jana & Kai

Montag, 24. Dezember 2012

Heiligabend am Strand im Abel Tasman National Park

Heute ging es um 7:30 Uhr aus den Federn. Da wir hier im Hotel noch eine Nacht sind, mussten wir nur uns fertig machen und Frühstücken. Abfahrt war 8:45 Uhr Richtung „Abel Tasman National Park“. Die Fahrtzeit betrug ziemlich genau eine Stunde und so standen wir um 9:45 Uhr beim Wassertaxi. Mit dem Wassertaxi haben wir uns in die „Bark Bay“ fahren lassen. Das Wassertaxi ist eine interessante Sache, denn dort wo die Taxis starten oder enden ist National Park und da werden keine Stege gebaut. Also wurde am Startpunkt mit einem Traktor mit Anhänger auf dem das Boot war, vorgefahren und man durfte auf das Boot auf dem Anhänger aufsteigen.

Dann wurden Rettungswesten ausgegeben und es wurde peinlichst genau darauf geachtet, dass auch jeder die Weste anzieht. Dann ging es über die Straße zum Wasser. Dann wurde Kurzerhand mit dem Traktor und dem Anhänger ins Wasser gefahren. Da dort eine Sandbank war und es sehr flach rein ging, war das kein Problem. Dann stieg der Skipper, der bis jetzt auf dem Traktor saß um auf das Boot und ein anderer Kollege fuhr den Traktor soweit rückwärts ins Wasser, das, das Boot zu schwimmen begann und schon ging die Fahrt los.

 
Kaum waren wir runter von der Sandbank hieß es Vollgas. Dann merkte man schnell das das eigentlich kein Taxi sondern eher ein Speedboot war. Mit raseneder Geschwindigkeit ging es zur „Bark Bay“. Dort wurden wir abgesetzt. Da es keine Stege gibt hieß es hier Schuhe aus und Hose hochkrämpeln und rein ins Wasser. Ich hatte die Hose bis zu den Knien hochgekrämpelt, nur leider ging das Wasser noch 10 cm höher. Also war die Hose schon mal nass. Da Jana nach mir ausstieg konnte sie mit trockener Hose an Land kommen. Da hier heute wunderschöner Sonnenschein war waren sowohl die Füße als auch die Hosen in kurzer Zeit trocken. Da wir so wie so noch unser Mittag gegessen haben ging es erst 12:10 Uhr los mit Wandern. Das Tagesziel lag an der Taxistation 25 Km entfernt. Da es hier die Berge auch direkt am Meer gibt könnt ihr euch vorstellen, dass es nicht nur geradeaus ging. Wir sind dann praktisch von Bucht zu Bucht gelaufen. Von der „Torrent Bay“ nach „Anchorage“ konnten wir aufgrund der gerade herrschenden Ebbe eine Abkürzung über das „Watt“ nutzen. Dies hat uns gut eine Stunde extra Weg erspart. Allergins fließen dort drei kleine Flüsse durch. Da bei Flut das Gelände dort ca. 1,80 Meter unter Wasser steht gibt es natürlich keine Brücken. Die ersten zwei Flüsschen, haben wir mit Schuhen und einem kurzen Sprint absolvieren können ohne wirklich nasse Füße zu bekommen. Beim dritten Fluss ging das leider nicht so einfach, da er ca. 15 cm tief und etwa 4 Meter breit war. Also wieder die Schuhe aus und durchwaten. Auf der anderen Seite die Füße Lufttrocknen und weiter ging es. Alles in Allen haben wir ziemlich genau 7 Stunden gebraucht, so dass wir 19 Uhr wieder am Auto waren. Wir sind uns übrigens beide einig, dass 25 Km unser Tageslimit ist. Nur gut das wir die nächsten Tage nicht wirklich zum Wandern kommen. Aber nun habe ich genug geschrieben, hier noch einige Bilder:




Hier ging das Überqueren noch mit Schuhen


aber hier nur noch ohne...

Hier könnten wir Tage verbringen...

... und hier auch.

 
Alles in Allen würde ich jedem empfehlen, der nach Neuseeland kommt für den Abel- Tasman NP mindestens 2 Tage einzuplanen, um die Schönheit des Parks genießen zu können. Die Strände sehen aus wie gemalt und das Wasser ist alles andere als kalt…

Die Statistik: Gefahren 120 Km (2 Stunden), Bilder 468, 7 Stunden gewandert, Wetter 24°C Sonne und leicht bewölkt.

Und nun wünschen wir euch allen „Mary Christmas“, so wie man hier sagt. Lasst es euch gut gehen unter dem Weihnachtsbaum. Man liest sich.
Jana & Kai

Sonntag, 23. Dezember 2012

Pancakes zum Frühstück (Pancake Rocks)

Der Tag beginnt unfreiwillig gegen 6:30 Uhr als auf dem Gleis das direkt vor dem Hotel verläuft, ein Güterzug mit ohrenbetäubendem Lärm durchfährt (übrigens der einzige Zug in der Zeit wo wir da waren). Nochmal rumgedreht und schon war es 7:30 Uhr. Zeit zum Aufstehen. Dann wie immer Morgensport… Abfahrt war gegen 9 Uhr. Zuerst ging es zu den „Pancake Rocks“ nach nur 45 Minuten Fahrt, waren wir auch schon da. Und auch wenn wir zur Hochsaison hier sind, so viele Leute wie hier haben wir bei noch keinem Highlight gesehen.

Die Pancake Rocks heißen so, weil sie aussehen, als ob jemand Pancakes übereinander gestapelt hat. Aber seht selbst:





 
Nach knapp einer Stunde ging es weiter Richtung Norden. Allerdings nur rund 3Km. Denn dort ist der „Truman Track“ er ist nur 15 Minuten lang und geht hinunter zum Strand, wo es einige Blowholes zu bestaunen gibt. Da aber gerade ebbe war, gab es nicht so viel spritzendes Wasser zu sehen. Unsere fahrt ging immer weiter Richtung Norden am Strand entlang. Dann Richtung Osten, denn das Tagesziel war Nelson. Unterwegs stoppten wir hier und da um die Natur zu genießen.





 
Alles in allen war heute ein Fahr-Tag. In Nelson angekommen ging es noch einmal zu einkaufen, da auch hier die Läden morgen am frühen Nachmittag schließen und auch am 25.12 geschlossen bleiben. Auch heute war im Supermarkt ein stark erhöhtes Kundenaufkommen zu sehen. Ganz so wie es bei uns zuhause auch ist.
Erwähnenswert ist auch unser heutiges Hotel. Es ist im Stil eines kleinen Dorfes gebaut. Unser Apartment hat ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit offener Küche und Essbereich. Und das alles gar nicht mal so klein. Hier könnte man es problemlos länger aushalten.







Da es heute nicht so viel zu berichten gibt möchte ich noch ein paar Worte zu den Kiwis (nicht der Vogel) verlieren. Die Menschen hier sind definitiv freundlich und Hilfsbereit und ziemlich Tolerant. So haben wir z. B. heute beim einkaufen einen Mann gesehen, der mit T-Shirt und als Hose mit herumgewickelten Handtuch unterwegs war. Wenn man in Deutschland so einkaufen gehen würde, würde man definitiv abgeholt werden. Hier interessiert es niemand. Wenn wir gerade beim Einkaufen sind, Kiwis gehen gern ohne Schuhe einkaufen. Ständig sieht man die Leute Barfuß beim einkaufen… Sprachlich sind die Kiwis auf jeden Fall auch sehr höflich allerdings würde ich das Höflichkeitssprachlevel noch hinter Großbritannien und den USA einordnen.
Wo die Kiwis allerdings keinen Spaß verstehen ist zu schnelles Fahren. Da wird es ganz schnell ziemlich teuer (zum Glück nicht aus eigener Erfahrung). Jetzt über die Feiertage stoppt die Polizei auch Fahrer die 4 Km/h zu schnell unterwegs sind und bittet sie zur Kasse. Allerdings hält das viele nicht vom schnellen Fahren ab und wenn man bei erlaubten 100 mit 102 nach Navi fährt ist man immer noch ein Verkehrshindernis. Was ich im Straßenverkehr noch gut finde, ist, dass es vor stärkeren Kurven immer eine Geschwindigkeitsempfehlung gibt. So weiß man schon Bescheid und kann sich darauf vorbereiten. Dieses „vorwarnen“ führt natürlich auch dazu, dass es dann zügig zur Sache geht, denn ich weiß, dass ich mit der Empfohlenen Geschwindigkeit durch die Kurve komme. Meist gehen die Kurven bei trockenen Verhältnissen auch mit 10 – 15 Km/h mehr und das wird ausgereizt…

Die Statistik: Gefahren knapp 380 Km (4:15 Stunden), Bilder 338, 2 Stunden gewandert, Wetter 18-30°C Sonne und Wolkenlos.

Viele Grüße aus „Down Under“
Jana & Kai