Mittwoch, 7. Juli 2010

Ein heißer Tag. In zweierlei Hinsicht.

Wie ihr gerade bemerkt, gibt es das Internet offensichtlich überall in Amerika.

Aufstehen war heute um 7:00 Uhr angesagt. Anschließend packen, auschecken und auf zum Restaurant in dem wir gestern Abend gegessen haben. Heute allerdings zu Frühstück. Die Kellnerin hat uns natürlich gleich wieder erkannt und begrüßt als würden wir seit Jahren jeden Tag kommen. Gefrühstückt haben wir heute für 25 Doller inklusive Tip. Dafür war heute das Essen frisch und wir hinterher satt. Das war gestern nicht der Fall. Pünktlich um 9 Uhr war dann Abfahrt. Ist jemanden beim lesen aufgefallen das etwas fehlt?? Richtig der obligatorische Tankstopp. Den hatten wir schon vor der Ankunft im Bryce erledigt. Dies hatte ganz einfach preispolitische Gründe. In vielen Reiseberichten wurde gewarnt, dass man doch besser nicht direkt am Nationalpark Tanken sollte, weil dort der Preis wesentlich höher ist.

Nach zwei Stunden fahrt, sind wir im „Zion National Park“ angekommen. Dies ist der Älteste National Park Utah’s. Fahren darf man hier im Sommer nur bis zum Visitior Center. Ab dort gibt es einen Shuttle Bus. Damit hatten wir ja schon im Grand Canyon Erfahrungen gesammelt und deshalb sehr lange Warteschlangen erwartet. Aber weit gefehlt. Hier sind die Busse größer und fahren im 5 Minuten Takt. Wir haben heute nirgends eine Warteschlange an Bushaltestellen gesehen. Auch heute wurden wir wieder bei der Einfahrt in den Park Tierisch begrüßt:

Das könnte fast Trixis schwester sein. Die Hörnchen gibt es hier wie bei uns Grashüpfer.

Diese Eule saß direkt am Trail in einer Felsspalte.

Ein Squirrel.

Bei genauen hinsehen entdeckt man in der Mitte des Bildes eine Schlange.

Da wir heute und morgen Vormittag zeit haben zum erkunden des Parks, hatten wir uns heute einen Trail vorgenommen, bei dem man eine gute Übersicht über den Park erhält. Der Trail heißt „Angels Landing“. Es war schon von den Zahlen her, der schwierigste Trail den wir uns auf der Reise vorgenommen hatten: „nur“ 8,7 Km lang, aber 453 Höhenmeter hinauf und anschließend wieder hinunter. Die Zeit war mit vier Stunden für hoch und wieder runter angegeben. Das heiße Wetter von 36°C im Schatten, noch nicht einberechnet. Schatten gab es auf der gesamten Strecke nur sehr wenig. Wie dem auch sei, so sieht der kleine zu besteigende „Hügel“ aus:

Die ersten 3,5 Kilometer waren zwar Steil, aber wegtechnisch gut ausgebaut. Allerdings hatte es der letzte Kilometer noch mal richtig in sich:
Da ging es rauf

Und so sah der Weg aus:



Der Weg war zum Grossteil mit Ketten gesichert, die allerdings so niedrig hingen, dass sie für Kinder genau richtig gewesen wären. Als Erwachsener hätte man auf allen vieren gehen müssen. Teilweise war der Weg nicht breiter als 60 – 80 cm.
Da ging es rüber.

Oben angekommen wurde man mit einem schönen Panorama belohnt:


Der Abstieg gestaltete sich natürlich genauso spannend. Ich meine, es ist besser diesen Trail ganz früh am Morgen zu gehen. Denn manchmal muss man sich an den Steinen und Ketten festhalten und die werden ab Mittag ganz schön heiß. Alles in allen haben wir für die Wanderung knapp vier Stunden gebraucht. Es geht mit Sicherheit auch einiges schneller, da wir unterwegs ganz in Ruhe unsere Wegzehrung verspeist haben. Nach dieser Wanderung ging es dann ab ins Hotel. Mit Wandern reicht es für heute.

Heute haben wir 160 Km zurückgelegt und 200 Bilder geschossen.
Morgen Mittag verlassen wir das Back Country wieder und begeben uns zurück in die Zivilisation. Wohin genau, erfahrt ihr Morgen.

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