Sonntag, 11. Juli 2010

Ein Tag der Extreme

Heute klingelte der Wecker um 6 Uhr. Dann aufstehen, packen, auschecken, Frühstück (heute mal bei Star Bucks) und abfahrt um fünf vor acht. Dann unterwegs Tanken und Mittag besorgen. Ja aber wo geht es dann eigentlich hin? Das heutige Tagesziel liegt in Backersfield. Allerdings nicht im direkten Weg, sondern mit Umweg über das „Death Valley“.

Pünktlich um 11 Uhr erreichten wir das Death Valley. Als erstes ging es auf den „Dantes View“ ein Viewpoint von dem man ein großen Teil des Tales einsehen kann.


Über den Zabriskie Point ging es zum Visitorcenter, die Eintrittsgebühr entrichten. Weiter ging es zum „Devils Golf Course“ das ist ein ausgetrockneter Salzsee.

Die Salzkristalle sind so scharfkantig, dass man sich problemlos daran schneiden kann.

Weiter ging es zum Point „Badwater“. Ich hätte nie gedacht, dass es in der Wüste so viel Wasser gibt. Hier stand das Wasser wie in einem kleinen Tümpel. Es war allerdings im Flussbett des trockenen Salzsees. Es war also ehr eine konzentrierte Salzlösung als Wasser…

Anschließend sind wir noch ein paar Minuten auf dem Salzsee spazieren gegangen. Es läuft sich darauf ein wenig wie auf Pulverschnee. Es knirscht auch so ähnlich unter den Schuhen.

Wir haben uns auch die Sanddünen des Valleys angesehen.


Es gibt im „Death Valley“ natürlich noch eine ganze menge mehr zu sehen, wenn ja wenn da nicht die liebe Sonne wäre. So hatten wir heute im Valley 49°C im Schatten. Aber denkt nicht nur weil ihr vielleicht ein paar Wolken auf den Fotos seht, dass die Sonne nicht geschienen hätte. So war ich kurz davor meine Armbanduhr abzunehmen, weil ich dachte, dass ich mir Verbrennungen zuziehe. So heiß wurde die Uhr. In den Sanddünen dachte ich, dass mir die Schuhsohlen schmelzen, so heiß war der Sand. Die Hitze schlug in wenigen Minuten so durch die Sohle, das man dachte, man verbrenne sich die Füße. Und als ob das noch nicht genug wäre, gab es ja noch die Sonne von oben und den schönen warmen Wind. Ich denke das kann man sich so gar nicht vorstellen. Deshalb habe ich heute einen Basteltipp für euch: Das Death Valley für zuhause. Man nehme einen Handelsüblichen Backofen. Stelle ihr auf ca. 100 °C bei Umluft. Lasse ihn ca. 15 Minuten vorheizen. Jetzt öffne man die Ofentür und halte den Kopf hinein. Jetzt hat man ungefähr das Gefühl als ob man im Sommer im Death Valley steht.

Unser weg führte uns wieder aus dem Death Valley hinaus und zur nächsten Tankstelle außerhalb des Valleys. Warum außerhalb? Weil der Preis außerhalb des Valleys bei 3 Doller lag. Im Valley dagegen bei 4,50 Doller pro Gallone.

Unsere Fahrt setzte sich über den „Lake Isabella“ nach Bakersfield fort. Aufmerksame leser haben schon gemerkt, dass heute zweimal getankt wurde. Warum? Nicht etwa weil im Death Valley die Klimaanlage so viel gebraucht hätte sondern weil es heute so weit war.

Die Statistik verrät es: Gefahren wurden heute knapp 680 Km. Das ist damit die längste Tagesetappe und wird es auch bleiben. Bilder wurden heute 200 gemacht. Wettermäßig wird der heutige Tag mit 49°C wohl auch als Rekord in unsere Bücher eingehen.

Den Abschluss des Tages bilden die Folgenden Bilder des „Lake Isabella“


Ich gehe jetzt ins Bett fast 700 Km und die Hitze schlauchen auch in Amerika…

Gute Nacht.

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